Serie: Legacy Evolution
Fraktion: Maximal
Kategorie: Voyager
Jahr: 2023
Vorwort: Okay, nehmen wir das Offensichtliche mal gleich vorweg: diese Figur hier heißt zwar Leo Prime, aber langjährige Transformers Fans kennen ihn natürlich unter dem Namen Lio Convoy aus Beast Wars II. Keine Ahnung warum man hier aus dem Convoy einen Prime machte, aber ein paar Jahre später Big Convoy seinen Namen ließ. Egal, auf jeden Fall ist das hier Lio Convoy, der auf dem Planeten Gaia den Kampf gegen Galvatron (nein, nicht der, an den Ihr jetzt denkt) anführt. Los geht’s!
Robotermodus: Rund 90 Prozent aller Transformer, die sich in vierbeinige Tiere verwandeln, haben ein sehr ähnliches Design: der Kopf des Biestmodus ist entweder auf der Brust oder dem Rücken und der Roboter ist im Prinzip nur das aufrechtstehende Tier. Lio Convoy ist hier ein Ausreißer, denn sein Design ist wunderbar asymmetrisch. Der Löwenkopf landet auf der rechten Schulter, der Hintern des Löwen auf der linken. Okay, er hat immer noch die Hinterbeine des Löwen als Roboterbeine, aber trotzdem: ein sehr originelles, fast einzigartiges Design, welches ihn klar identifiziert.
Dies hier ist meine vierte Lio Convoy Figur nach dem Original, dem Robot Master, und dem Masterpiece, somit wird es zu ein paar Vergleichen kommen. Und nur der Ordnung halber: ich nenne diese Figur hier im Review Lio Convoy, nicht Leo Prime. Der Name passt mir nicht.
Von der Größe her ist Lio eine Voyager-Klasse Figur, also so irgendwo zwischen dem Robot Master und der Masterpiece Figur. Die Beweglichkeit ist aktueller Standard. Keine drehbaren Handgelenke, aber ansonsten sehr schön beweglich, soweit es sein Design halt zulässt. Seine großen Schulterpolster sind halt hier und da mal im Weg, ebenso die Anhängsel an den Armen, welche zu den Vorderbeinen des Löwen werden.
Ähnlich wie auch die Originalfigur und die älteren Nachfolger bietet Lio Convoy einiges an Gimmicks. Der linke Teil der Brust klappt auf und zeigt eine Matrix. Die Vorderbeine des Löwen an den Armen klappen nach vorne und große Klauen fahren aus. Die Fell-Teile an den Unterarmen können auch nach vorne klappen und dort lassen sich zwei von Lios vier Feuerwaffen befestigen. Die zwei größeren Kanonen können alternativ an der Seite der Mähne befestigt werden, während die beiden kleineren in der Mähne versteckt sind und dort ausklappen können. Das einzige, was die Figur im Vergleich mit dem Original (und dem RM und MP) nicht kann, ist es alle Teile der Mähne nach vorne zu klappen und das Ding wie eine Art großer Kreissäge rotieren zu lassen. War aber nie großer Fan dieses Gimmicks, insofern vermisse ich es nicht.
Somit unterm Strich für den Robotermodus: ziemlich gut. Er sieht aus wie er soll, hat fast alle Gimimicks, und ist eine schön bewegliche und gut detaillierte Figur. Somit keine nennenswerten Beschwerden hier.
Biestmodus: Wenig überraschend transformiert sich Lio Convoy in einen Löwen. Einen weißen Löwen um genau zu sein. Ein Running Gag unter Transformers Fans ist, dass er Kimba den Weißen Löwen für seinen Biestmodus gescannt hat. Die Transformation ist komplex dank Lio Convoys asymmetrischem Design und ähnelt der der Originalfigur. Bei weitem nicht so komplex wie beim Masterpiece natürlich, aber ein 1-Step Changer ist er sicherlich nicht.
Die fertige Bestie ist klar ein Löwe, kein Zweifel. Die Proportionen sind mehr oder weniger realistisch, hier keine Beschwerden, und obwohl man an der Brust und an den Hinterbeinen ein paar Roboter-Details sehen kann, ist der Biestmodus insgesamt gut gelungen und sieht fast organisch aus. Die Hinterbeine (die Beine des Roboters) behalten das meiste ihrer Beweglichkeit, die Vorderbeine hingegen sind nur unterhalb des Knies beweglich. Das Löwenmaul lässt sich öffnen und wer will, kann auch ein wenig den Schwanz wackeln lassen.
Nun aber kommen wir zum Negativen: dem Löwenkopf. Okay, er sieht schon wie der Kopf eines Löwen aus, allerdings hat er a) keinerlei Ähnlichkeit mit dem Kopf des Löwen, in den sich Lio Convoy im Cartoon verwandelte und b) hat er derart tote Augen, dass verlorene Seelen dort hineinstürzen und verenden. Die 40th Anniversary T-Spark Version der Figur hat beide Probleme gelöst und zeigt einen deutlich Anime-akkurateren Kopf. Lio Convoy kann natürlich auch in diesem Modus seine Mähnen-Waffen zum Einsatz bringen.
Also unterm Strich hier: generell ja ein netter Biestmodus, aber selbst wenn man sich um die Ähnlichkeit zum Cartoon Charakter jetzt nicht so schert, die toten Augen ziehen diesen Modus ganz schön runter. Ein paar aufgemalter Pupillen hätten hier schon viel bewirkt.
Bemerkungen: Lio Convoy ist der vermutlich bekannteste Japan-exklusive Transformer nach Star Saber. Er wurden für die Beast Wars II Cartoon Serie und Spielzeugreihe 1998 erschaffen. Da es diese Serie nie im Westen zu sehen gab, dauerte es noch ein etwas, bis nicht-japanische Transformers Fans ihn kennenlernen durften. Inzwischen aber ist er fest als Franchise Charakter etabliert. Seine erste westliche Figur gab es 2008 in der Universe Reihe und jetzt haben wir ihn in Legacy Evolution.
Wie schlägt sich also diese Figur im Vergleich mit den anderen Versionen von Lio Convoy? Insgesamt würde ich ihn auf eine Stufe mit dem Robot Master stellen, eine gute Spielzeug-Adaption des Cartoon Charakters mit fast allen Gimmicks des Originals in einer etwas schnittigeren Form. Allerdings braucht der Löwenmodus dringend einen besseren Kopf. Für wenn das Geld also keine so große Rolle spielt, dem empfehle ich dann doch eher die Masterpiece Version oder die 40th Anniverse T-Spark Figur.
Wenn man jedoch bedenkt, dass genannte Figuren deutlich teurer sind als diese hier, dann schlägt sich diese Figur in der Kategorie „was krieg‘ ich für mein Geld“ sehr gut. Nicht perfekt, aber eine nette Spielzeugversion von Lio Convoy. Empfohlen für Beast Wars und Lio Convoy Fans, es sei denn ihr habt schon den Masterpiece zu Hause.
Gesamtnote: 2
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