Serie: Masters of the Universe Masterverse
Jahr: 2024
Vorwort: Welche andere Spielzeugreihe könnte es geben, in der ein Cyborg Feuerwehrmann mit einem Elefantenkopf seinen stählernen Rüssel nutzt, um Feuer zu löschen und Bösewichter umzuspritzen? Okay, vielleicht noch bei den Turtles. Aber Snout Spout hier gehört zur Masters of the Universe Franchise und hier haben wir seine bisher größte Figur aus der Masterverse New Eternia Reihe. Also, Rüssel hoch und los geht’s!
Review: Wo soll ich hier nur anfangen? Es ist ein Cyborg mit Elefantenkopf. Ein Feuerwehrmann Cyborg mit Elefantenkopf, der eine große Axt trägt. Sollte das nicht bereits genug sein? Okay, ein paar mehr Details noch. Diese New Eternia Figur hier ist Teil der 7-Inch Collection der Masterverse Reihe, somit ist Snout Spout etwas größer als die meisten anderen Masterverse Figuren (siehe Bild Nr. 13). Er entspricht dem hohen Grad an Beweglichkeit der Masterverse Reihe, kann also sehr schön posieren. Theoretisch zumindest, denn in der Praxis gibt’s da ein paar Einschränkungen.
Fangen wir mit dem Offensichtlichen an, seinem Riesenschädel. Snout Spouts Kopf ist ein großer, kybernetischer Elefantenkopf mit großen Ohren, Stoßzähnen und einem langen Rüssel. Die Ohren können vor- und zurückwackeln, die Stoßzähne lassen sich drehen, und der Rüssel hat multiple Gelenke. Anders als bei der Originalfigur (siehe unten) kann der Rüssel kein echtes Wasser verspritzen, aber man kann vorne ein Effektteil anbringen, um einen Wasserstoß zu simulieren. Sehr schön gemacht, allerdings sorgt die Größe des Kopfes dafür, dass man beim Bewegen immer mal mit den Ohren an den Schultern hängen bleibt.
Neben dem großen Kopf hat Snout Spout außerdem eine Menge Ausrüstung dabei. Da wären ein Brustharnisch mit Schulterstücken, ein breiter Gürtel, ein großer Rucksack (soll ein Wassertank sein) und drei Schläuche, um alles miteinander zu verbinden. Die Ausrüstung ist komplett abnehmbar und man kann z.B. auch die Schläuche einfach weglassen, aber voll ausgerüstet trägt Snout Spout schon ein ganz schönes Päckchen mit sich rum. Dann wäre da noch die große Axt mit einigen Narben drauf, damit sie benutzt aussieht, und zum Schluss noch ein extra Paar Hände. Somit kann jede Hand entweder eine geballte Faust oder leicht offen zum Halten einer Waffe sein. Sehr schön.
Insgesamt muss ich sagen, dass Snout Spouts total übertriebener Look mir sehr gut gefällt. Seine Gürtelschnalle ist ein altmodischer Drehschalter (soll denke ich den Wasserdruck regulieren), was irgendwie so Retro-Sci-Fi ist, dass man es einfach lieben muss. Somit unterm Strich: diese neue Figur hier fängt die Absurdität von Snout Spout perfekt ein und zelebriert sie. Sehr schön gemacht.
Ach so, ein paar Worte noch zu der Packung. Eine sehr schöne Box mit mehreren tollen Artworks, inklusive einem Hintergrund mit einem Schlangen-Tempel. Diese also bitte nicht einfach wegwerfen!
Bemerkungen: Der originale Snout Spout kam 1986 in die Läden und enthielt ein voll funktionsfähiges Wasserspritz-Gimmick. Die Figur kam etwas zu spät, um noch im He-Man Cartoon aufzutauchen, aber er hatte ein paar Gastauftritte bei She-Ra und im He-Man und She-Ra Weihnachts-Special. Charakterentwicklung gab’s da allerdings keine (bei seinem ersten Auftritt hieß er noch Hose Nose), dafür mussten die Comics ran. Dort war er ein Mann namens Jaxton, der von Hordak in einen grotesken Cyborg verwandelt wurde. Wenn man drüber nachdenkt waren Hordaks Experimente glaube ich für grob die Hälfte aller neuen Charaktere in der Zeit verantwortlich, kann das sein? Auf jeden Fall wandte er sich gegen Hordak und schloss sich He-Man im Kampf gegen die Horde an, stets hoffend dass er sein menschliches Aussehen irgendwie wiedererlangen könnte. Er hatte außerdem eine freundschaftliche Rivalität mit Rio Blast. In jüngerer Zeit hatte er ein paar Gastauftritte im MotU: Revolutions Cartoon.
Und was diese Figur hier angeht: ich liebe sie. Sie ist ein fast perfekter Mix dieser ganzen Absurditäten, aus denen die MotU Franchise besteht. Ein einem Tier angelehnter Cyborg mit wunderbar glänzendem Elepfantenkopf kämpft an der Seite eines Muskelmanns mit Zauberschwert gegen dämonische Feinde auf einem anderen Planeten? Was will man denn noch mehr? Somit unterm Strich: wer absurde, seltsame und ausgefallene Figuren mag, der sollte sich Snout Spout mal ansehen.
Gesamtnote: 1-
Bildergalerie:
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